Städtebau | Wettbewerb

Tempelhofer Feld | Berlin

Ideenwettbewerb

Lageplan

Das Tempelhofer Feld ist seit der Schließung des Flughafens einer der beliebtesten Freiräume Berlins und seit 2014 per Gesetz vor großflächiger Bebauung geschützt. Zugleich fehlen in der Stadt Wohnungen, Schulen und Kitas. Unser Beitrag zum Ideenwettbewerb zeigt, wie sich beides verbinden lässt: dringend benötigter Wohnraum und ein Feld, das seinen offenen Charakter behält.

Statt das Feld zu bebauen, konzentriert der Entwurf die neue Bebauung auf einen klar begrenzten Rand im Süden. Entlang des ehemaligen Taxiways, zwischen Stadtautobahn und Bahntrasse, entsteht das „Tempelhofer Dorf“, ein Wohnquartier mit rund 20.000 Wohneinheiten sowie Kitas, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen. Die Gebäude schirmen zugleich den Lärm von Autobahn und Bahn ab und machen das Feld dahinter noch ruhiger. 97 Prozent der Fläche bleiben erhalten.

Der Freiraum selbst wird ökologisch gestärkt: Ein ringförmiger Stadtwald, Feuchtgebiete und Biotope speichern Regenwasser, fördern die Artenvielfalt und verbessern das Stadtklima. Sport und Freizeit, vom Kitesurfen bis zum Drachensteigen, behalten ihren Platz, ergänzt durch schattige Ruhezonen, Naturlehrpfade und Flächen, die Bürgergruppen selbst pflegen und gestalten.

Das neue Quartier wird in Holz-Hybridbauweise und in Passivhaus- oder KfW-Effizienzstandard errichtet, mit begrünten Dächern und Fassaden und rückbaufähigen Konstruktionen. Photovoltaik und fünf Windkraftanlagen versorgen es mit erneuerbarer Energie; ein Batteriespeicher im ehemaligen Flughafengebäude gleicht Lastspitzen aus. Autonome E-Shuttles auf dem Großen Ring verbinden die wichtigsten Punkte und machen das Feld barrierefrei erlebbar.

Nutzungen

Bauphasen

Grundriss

Projekt Info

Auslober:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin
Projekttyp:
Städtebau | Wettbewerb

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